Pokémon-Karten-Apps im Vergleich: zehn Werkzeuge für Sammler und Händler
Preise nachschlagen, Karten scannen, die Sammlung bewerten, Restocks erwischen und Turnierdecks lesen: Zehn Werkzeuge decken ab, was Sammler und Händler täglich brauchen. Wir haben Funktionen und Preise bei den Anbietern nachgesehen und sagen, welches Werkzeug zu wem passt.
Für Pokémon-Sammler in Deutschland ist Cardmarket die Preisgrundlage in Euro. Die eigene Sammlung verwalten kostenlose Werkzeuge wie TCG Check, Collectr, die PSA-App oder die Sammlung hier bei TCG Journal, und wer gegradete Karten kauft und verkauft, arbeitet mit Card Ladder, PriceCharting und der PSA-App. Die Bezahlstufen von Collectr, PriceCharting, Cardwatch und Card Ladder kosten zwischen 59,99 und 229,99 Euro im Jahr, die Grundfunktionen gibt es überall kostenlos.
Wir haben Funktionen und Preise bei den Anbietern selbst nachgesehen, im deutschen App Store und auf ihren Seiten, Stand Oktober 2026. Unten steht, welches Werkzeug was am besten kann, was ein Jahr Bezahlstufe kostet und welche Kombination zu welcher Art von Sammlung passt.
Welche App zeigt den Wert von Pokémon-Karten?
Die kurze Antwort: jede der Sammel-Apps unten, aber jede rechnet mit einer anderen Quelle. TCGplayer rechnet in Dollar mit dem amerikanischen Markt, Collectr mit tagesaktuellen Verkaufsdaten in der Währung deiner Wahl, PriceCharting mit Auktionen bei eBay und großen Auktionshäusern, TCG Check mit Cardmarket-Preisen aus einem europäischen Markt deiner Wahl. Für eine deutsche Karte im Ordner ist der Euro-Preis von Cardmarket die Zahl, zu der sie sich am wahrscheinlichsten verkaufen lässt. Wie du den Wert einer einzelnen Karte Schritt für Schritt bestimmst, steht in unserer Anleitung Pokémon-Karten-Wert ermitteln.
| Werkzeug | Wofür | Preise aus | Kostenlos | Bezahlstufe, Stand Oktober 2026 | Passt zu |
|---|---|---|---|---|---|
| Cardmarket | Marktplatz für Einzelkarten und Produkte | Angebote in Euro, Trendpreis | Suchen und Kaufen | ohne Abo, beim Verkauf gilt die Gebührentabelle | allen mit deutschen Karten |
| TCGplayer | Scanner und Marktplatz in den USA | Marktpreis in US-Dollar | App mit Scanner | ohne Abo | Sammlern englischer Karten |
| PriceCharting | Preisverläufe je Zustand und Note | Verkäufe bei eBay, Heritage, PWCC | Preise, Sammlung, Wunschliste | Collector: 6,99 € im Monat oder 69,99 € im Jahr | englischen und japanischen Karten, Slabs |
| Card Ladder | Verkaufsdaten und Marktindex | Verkäufe der großen Plattformen | Werte suchen, Tagesrückblick, Index | Pro: 22,99 € im Monat oder 229,99 € im Jahr | Anlegern in gegradete Karten |
| PSA-App | Prüfen, Einschicken, Sammlung | Preisschätzungen und Verkaufshistorie | alles | ohne Abo | allen, die graden lassen |
| Collectr | Portfolio über viele Kartenspiele | tagesaktuelle Verkaufsdaten | Sammlung und Werte | Pro: 7,99 € im Monat oder 59,99 € im Jahr | Sammlern mehrerer Spiele |
| TCG Check | Sammlung, Sealed, Mastersets | Cardmarket, 17 Ländermärkte | 3 Sammlungen, 25 Scans am Tag | Pro mit 10 Sammlungen | Sealed-Sammlern |
| Cardwatch | Restocks und Neuheiten in Shops | Shoppreise aus 1.183 Shops | Kanal mit sechs Stunden Abstand | Standard 6,99 €, Pro 11,99 € im Monat | Jägern von Neuerscheinungen |
| Limitless TCG | Turniere und Decklisten | Turnierergebnisse | alles | Unterstützung über Patreon, dann ohne Werbung | Turnierspielern |
| TCG Journal | Sammlung, Kartendatenbank, Termine | dein eigener Wert | alles | ohne Abo | deutschen Sammlern |
Die Preise der Apps stammen aus dem deutschen App Store, bei Cardwatch von der Preisseite des Anbieters, bei TCG Check aus dem Kontobereich (September 2026).
Cardmarket: die Preisgrundlage für Europa
Hinter Cardmarket steht die Sammelkartenmarkt GmbH & Co. KG. Für deutsche Sammler ist der Marktplatz aus zwei Gründen das Maß: Die Angebote stehen in Euro, und jedes Angebot nennt Sprache und Zustand der Karte. Am schnellsten findest du eine Karte über ihre Sammlernummer aus Setkürzel und Kartennummer, etwa bs4 für das Glurak aus dem Grundset, so beschreibt es die Hilfeseite zu Pokémon-Karten bei Cardmarket. Neben den Angeboten führt Cardmarket für jedes Produkt einen Trendpreis. Cardmarket-Preise sind auch die Grundlage, mit der TCG Check rechnet.
Für teure Bestellungen gibt es den Treuhandservice: Das Geld liegt bei Cardmarket, bis du den Eingang bestätigst, und der Verkäufer verschickt dafür mit Sendungsnummer, so steht es auf der Seite zum Trustee Service. Was beim Verkaufen anfällt, regelt die Gebührentabelle von Cardmarket. Cardmarket ist damit Marktplatz und Preisanzeige zugleich, als Sammlungsverwaltung dienen die Werkzeuge weiter unten.
TCGplayer und PriceCharting: Dollarpreise und Auktionsverläufe
TCGplayer ist das amerikanische Gegenstück zu Cardmarket. Die kostenlose App scannt Karten mit der Kamera, legt sie in einer Sammlung ab und zeigt zu jeder Karte den Marktpreis in Dollar, so beschreibt es der Anbieter auf der Seite der TCGplayer-App im App Store. Abgedeckt sind über vierzig Kartenspiele, von Pokémon und Magic bis One Piece und Lorcana. Für englische Karten ist der TCGplayer-Marktpreis eine gute zweite Meinung neben Cardmarket.
PriceCharting sammelt Verkäufe von eBay, Heritage, PWCC und weiteren Auktionsseiten und sortiert sie nach Zustand, also ungegradet und je Note. Die App ist auf Deutsch, erkennt Karten per Foto oder Barcode, führt Sammlung und Wunschliste und meldet sich, wenn ein Wunschartikel unter Marktwert angeboten wird. Bei Pokémon führt PriceCharting die englischen und japanischen Sets, ideal also für Slabs und für Karten aus Japan. Die Bezahlstufe Collector kostet im App Store bei PriceCharting 6,99 Euro im Monat oder 69,99 Euro im Jahr. Mehr zu den Eigenheiten japanischer Karten steht in unserem Beitrag Japanische Pokémon-Karten.
Card Ladder und PSA-App: Werkzeuge für gegradete Karten
Card Ladder kommt aus dem Sportkartenhandel und führt auch Pokémon-Karten. Kostenlos sind die Suche nach Kartenwerten, ein täglicher Rückblick auf die Verkäufe und der Card Ladder Index, ein Index für den Gesamtmarkt. Card Ladder Pro zeigt die gesamte Verkaufsgeschichte aller großen Plattformen, bewertet die eigene Sammlung, vergleicht mehrere Karten nebeneinander und schickt Preisalarme. Pro kostet laut Card Ladder im App Store 22,99 Euro im Monat oder 229,99 Euro im Jahr und ist damit die teuerste Stufe im Vergleich. Sie lohnt sich für alle, die mit gegradeten Karten wie mit Anlagen umgehen.
Die PSA-App ist kostenlos und deckt den ganzen Weg einer Karte ab: Karte scannen und Preise sehen, Sammlung mit gegradeten und ungegradeten Karten führen, Karten zum Graden einschicken, den Auftrag verfolgen und danach über eBay oder das PSA Vault verkaufen. Der wichtigste Knopf für Käufer ist die Prüfung: Wer das Etikett eines PSA-Slabs scannt, sieht die Zertifikatsdaten und kann sie mit der Karte im Gehäuse vergleichen, beschrieben auf der Seite der PSA-App im App Store. Gerade auf Börsen gehört dieser Blick vor jeden Kauf. Warum die Note den Preis so stark bestimmt, erklärt unser Beitrag über die wertvollsten Pokémon-Karten.
Collectr, TCG Check und TCG Journal: die eigene Sammlung im Blick
Collectr verwaltet Sammlungen über viele Kartenspiele hinweg, von Pokémon über Magic und Yu-Gi-Oh! bis One Piece und Lorcana, laut Anbieter mit einer Datenbank von mehr als einer Million Produkten. Einzelkarten, Slabs und versiegelte Ware stehen in einem Portfolio mit Gewinn, Verlust und Einstandspreis, ein Scanner erkennt Set, Nummer und Variante. Die Startseite von Collectr nennt dazu Preisverläufe über mehrere Jahre und einen Tauschrechner, der prüft, ob ein Tausch fair ist. Collectr Pro mit unbegrenztem Scannen, eigenen Filtern und Datenexport kostet im App Store 7,99 Euro im Monat oder 59,99 Euro im Jahr.
TCG Check ist auf Deutsch gebaut und läuft im Browser, auch auf dem Telefon. Jede Sammlung rechnet mit Cardmarket-Preisen aus einem von 17 europäischen Märkten, von Deutschland über Österreich bis Schweden. Stark ist TCG Check bei versiegelten Produkten: Käufe, Verkäufe und geöffnete Booster stehen als Buchungen in der Sammlung, dazu ein Monatsbudget und Auswertungen nach Set, Sprache und Lagerort. Kostenlos sind drei Sammlungen und 25 Plätze auf der Beobachtungsliste, der Scanner erkennt 25 Karten am Tag, die Pro-Stufe bietet zehn Sammlungen mit je bis zu 2.500 Einzelkarten- und 750 Produktbuchungen, so hatten wir es im September 2026 im Konto bei TCG Check gesehen.
TCG Journal ist unser eigenes Angebot, und es gehört in diese Liste, weil es eine Lücke der anderen schließt: Es kennt die deutschen Karten. Die Kartendatenbank führt 19.230 Karten aus 163 deutschen Sets und dazu die Sets in fünf weiteren Sprachen. Die Sammlung ist kostenlos und kommt ohne Passwort aus, du meldest dich mit einem Link per Mail an. Du trägst Karten mit Zustand, Grading und Kaufpreis ein, führst eine Wunschliste mit Zielpreis, erfasst versiegelte Produkte und siehst den Fortschritt je Set. Wer von einer anderen App kommt, liest die CSV-Datei ein, etwa den Export aus TCG Check oder Cardmarket, und ordnet die Spalten zu; der Export als CSV nimmt alles wieder mit. Den Weg dorthin zeigt das kostenlose Konto bei TCG Journal.



Die seltensten Karten aus 30 Jahre, dem neuesten deutschen Set in unserer Kartendatenbank.
Cardwatch: Restocks in über tausend Shops
Cardwatch beobachtet laut eigener Startseite 1.183 Kartenshops in acht europäischen Ländern mit mehr als 81.000 Produkten, darunter Pokémon, One Piece, Magic, Lorcana und Yu-Gi-Oh!. Kommt ein ausverkauftes Display zurück oder erscheint ein neues Produkt, steht es im Feed. Die Stufe Standard für 6,99 Euro im Monat zeigt den ganzen Katalog live mit Ton und Hinweis im Tab, Pro für 11,99 Euro schickt eigene Alarme nach Spiel, Shop, Produktart und Sprache privat über Telegram oder Discord und zeigt den Preisverlauf der letzten 90 Tage. Beide Stufen lassen sich sieben Tage ohne Karte testen. Wer ohne Konto mitlesen will, folgt dem kostenlosen Kanal, der jeden Restock sechs Stunden später postet, so steht es auf der Startseite von Cardwatch.
Cardwatch zeigt, was gerade in den Shops liegt. Wann ein Set überhaupt erscheint und wann der Vorverkauf beginnt, steht in unserem Kalender der Erscheinungstermine, und welche Displays und Boxen es zu einem Set gibt, in der Übersicht der versiegelten Produkte. Zusammen ergeben beide einen guten Plan für den Erscheinungstag.
Limitless TCG: Turnierergebnisse und Decklisten
Für Spieler ist Limitless die wichtigste Adresse. Die Seite startete 2017, um die Geschichte der Pokémon-Turniere festzuhalten, und hat sich laut Selbstbeschreibung von Limitless vorgenommen, Ergebnisse und Decklisten aller großen Turniere weltweit zu erfassen, aus offiziellen Quellen, wo es sie gibt. Dazu kommen eine Kartensuche mit Übersetzungen, ein Deckbauer, ein Rechner für Ziehwahrscheinlichkeiten und eine eigene Plattform für Online-Turniere in vielen Kartenspielen.
Wie groß die Szene in Deutschland ist, zeigt der Eintrag zum Regional in Frankfurt am 26. September 2026: Laut Limitless traten dort 2.793 Spielerinnen und Spieler an. Die Seite ist kostenlos und zeigt Werbung, wer Limitless über Patreon unterstützt, liest ohne. Für Sammler lohnt der Blick ebenfalls: Karten, die in vielen Siegerdecks stehen, sind gefragt, und das zeigt sich oft im Preis.
Was kosten die Bezahlstufen im Jahr?
Wer eine Bezahlstufe ein ganzes Jahr nutzt, zahlt mit dem Jahresabo deutlich weniger als mit zwölf Monatsbeiträgen. Bei Collectr Pro sind es 59,99 statt 95,88 Euro, also 37 Prozent weniger, bei Card Ladder Pro 229,99 statt 275,88 Euro und bei PriceCharting Collector 69,99 statt 83,88 Euro, je 17 Prozent weniger. Cardwatch rechnet monatlich ab.
Kosten für ein Jahr Bezahlstufe, in Euro
Für die meisten Sammler reicht die kostenlose Stufe. Eine Bezahlstufe lohnt sich, sobald ein Werkzeug Geld spart oder verdient: Card Ladder Pro für jemanden, der regelmäßig Slabs für dreistellige Beträge kauft, Cardwatch Pro für jemanden, der bei Neuerscheinungen sonst leer ausgeht.
Welches Werkzeug passt zu wem?
- Du sammelst deutsche Karten aus Boostern: Cardmarket für Preise und Käufe, dazu eine Sammlung bei TCG Journal oder TCG Check. Welche Karten eines Sets zu den seltenen gehören, zeigt unser Beitrag Seltene Pokémon-Karten erkennen.
- Du kaufst und verkaufst gegradete Karten: PSA-App zum Prüfen jedes Slabs, Card Ladder oder PriceCharting für die Verkaufsgeschichte je Note, Cardmarket für den Euro-Markt.
- Du sammelst mehrere Spiele oder englische Karten: Collectr als Portfolio, TCGplayer als Scanner und zweite Preisquelle.
- Du jagst Neuerscheinungen: unseren Kalender für die Termine, Cardwatch für den Moment, in dem die Ware im Shop liegt.
- Du spielst Turniere: Limitless für Decklisten und Ergebnisse, die Kartendatenbank für die deutschen Namen.
- Du handelst auf Börsen: PSA-App und PriceCharting auf dem Telefon, denn beide erkennen eine Karte per Kamera und zeigen in Sekunden die letzten Verkäufe. Wer gegradete Karten live versteigern will, findet bei Slabhit deutschsprachige Shows.
Offenlegung: Eigenes Angebot der The Agentics GmbH, zu der auch dieses Magazin gehört.
Woran du eine gute Preisangabe erkennst
Ob App, Marktplatz oder Preisliste: Eine Wertangabe stimmt erst, wenn drei Dinge zu deiner Karte passen.
- Der Markt. Ein Dollarpreis aus den USA und ein Euro-Preis aus Europa beschreiben zwei Märkte mit eigener Nachfrage. Für einen Verkauf in Deutschland zählt der Euro-Preis.
- Die Sprache. Deutsche, englische und japanische Ausgaben derselben Karte sind verschiedene Produkte mit eigenem Preis. Cardmarket und TCG Check führen die Sprache mit, PriceCharting rechnet mit englischen und japanischen Karten.
- Zustand und Note. Eine ungegradete Karte und dieselbe Karte in PSA 10 trennen oft ein Vielfaches. Begriffe wie Near Mint oder PSA erklärt unser Glossar.
Wer diese drei Punkte prüft, bevor er eine Zahl übernimmt, bewertet seine Sammlung mit jedem der Werkzeuge richtig. Und wer seine Karten einmal sauber erfasst hat, sieht den Wert der ganzen Sammlung auf einen Blick.
Häufige Fragen
Welche App zeigt den Wert von Pokémon-Karten kostenlos?
Kostenlos zeigen Collectr, die PSA-App, TCGplayer und PriceCharting Werte zu Karten, TCG Check rechnet mit Cardmarket-Preisen aus 17 europäischen Märkten. Für deutsche Karten ist der Euro-Preis von Cardmarket die verlässlichste Grundlage.
Gibt es einen Scanner für Pokémon-Karten?
Ja, mehrere: Collectr, TCGplayer, PriceCharting und die PSA-App erkennen Karten mit der Kamera, TCG Check erkennt kostenlos 25 Karten am Tag. Die PSA-App liest dazu das Etikett eines PSA-Slabs und zeigt die Zertifikatsdaten.
Was kostet Card Ladder Pro?
Im deutschen App Store 22,99 Euro im Monat oder 229,99 Euro im Jahr, Stand Oktober 2026. Kostenlos bleiben die Suche nach Kartenwerten, der tägliche Verkaufsrückblick und der Card Ladder Index.
Woher kommen die Preise bei PriceCharting?
Aus Verkäufen bei eBay, Heritage, PWCC und weiteren Auktionsseiten, sortiert nach Zustand und Note. Bei Pokémon führt PriceCharting die englischen und japanischen Sets.
Kann ich meine Sammlung aus TCG Check zu TCG Journal mitnehmen?
Ja. Die Sammlung bei TCG Journal liest CSV-Dateien ein, etwa den Export aus TCG Check oder Cardmarket, ordnet die Spalten zu und übernimmt die Karten. Konto und Sammlung sind kostenlos und kommen ohne Passwort aus.